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NEWSLETTER 2026/3


Sehr geehrte Damen und Herren, willkommen zur neuesten Ausgabe des Drehstrom Newsletters!
Falls der Newsletter nicht richtig dargestellt wird, können Sie diesen auch ONLINE aufrufen und lesen.

MUSIKVIDEOS FÜR CYAN SPIDER

Musikvideos von Cyan Spider auf drehstrom.at

Wie schon im vergangenen Newsletter berichtet, habe ich im Juni zwei Musikvideos für den Rapper Cyan Spider in der Weststeiermark gedreht. "Wunder" wurde Anfang Juli veröffentlicht, "Life in Line" Anfang September zeitgleich mit dem neuen Album "T-RAP-I" (der Titel ist ein Wortspiel aus "Rap" und "Therapie") von Cyan Spider.

Die Musik zu den beiden Tracks, für die wir die Videos gedreht haben, wurden nicht von Cyan Spider produziert. "Life in Line" war ursprünglich ein Song der Band Purple Turkey Legs, die sich Ende der 1990er Jahre aufgelöst hat. Der Beat zu "Wunder" stammt vom deutschen Musikproduzenten Meinkezz Majestik. Cyan Spider hat dann seine Texte auf diese Musik gereimt. Auf dem Album "T-RAP-I" gibt es aber auch Tracks, die von Cyan Spider selbst komponiert und produziert wurden.

Für mich hat es die Welt von Hip Hop und Deutsch-Rap — abseits von den Klischees der dicken Autos, Geldscheinen, Drogen, Waffen und Frauen, die zu Objekten degradiert werden — geöffnet und erweitert. Die Musikvideos gibt es auf dem YouTube-Kanal von CYAN SPIDER und auf DREHSTROM.AT zu sehen, das Album "T-RAP-I" gibt es auf allen gängigen Musikplattformen zu hören.


WARUM MICH CORRIDORKEY ÜBERZEUGT HAT

CorridorKey im Einsatz bei den Interviews mit den Preisträger*innen des Wiener Gesundheitspreises 2026

Ich durfte heuer zum 7. Mal die Interview-Videos mit den Preisträger*innen des Wiener Gesundheitspreises produzieren und musste dafür ein neues Studio finden, da das bisherige Video Studio Wien (im Areal der ehemaligen Wirtschaftsuniversität) nicht mehr existiert. So kam es dazu, dass wir die Interviews heuer vor Green Screen gedreht haben.

In der Post-Produktion war bisher mein Standardwerkzeug für Chroma-Keying (also das Entfernen einer Hintergrundfarbe im Bild) Keylight in Adobe After Effects. Auch bei dieser Produktion kam Keylight wieder zum Einsatz — allerdings mit einer neuen Rolle. Das Projekt war eine hervorragende Möglichkeit das neue Chroma-Keying Tool von Corridor Crew auszuprobieren: CorridorKey. Hinter der Technologie steht Corridor Digital, ein US-amerikanisches VFX- und Filmstudio aus Los Angeles, das von Sam Gorski und Niko Pueringer gegründet wurde. Bekannt wurde Corridor unter anderem durch aufwendige VFX- und Kurzfilmproduktionen auf YouTube. Der dazugehörige Kanal CORRIDOR CREW zeigt außerdem regelmäßig VFX-Workflows, Tests und Einblicke in die Entstehung visueller Effekte.

Niko Pueringer hat die Technik hinter CorridorKey entwickelt. Das Projekt basiert auf Machine Learning und wurde als Open-Source-Technologie veröffentlicht. Das Berliner Unternehmen BLACE.AI hat daraus mit CorridorKey ein für professionelle Anwendungen optimiertes Plugin entwickelt, das direkt in After Effects und Premiere eingesetzt werden kann. Die Berechnung erfolgt dabei lokal auf dem Rechner und nicht über einen Cloud-Dienst. CorridorKey arbeitet nicht ausschließlich nach dem klassischen Prinzip eines Chroma-Keyers, der Pixel anhand ihrer Farbe als Vorder- oder Hintergrund einstuft. Stattdessen kommt ein trainiertes Machine-Learning-Modell zum Einsatz, das speziell für die Trennung von Vordergrund und Green Screen entwickelt wurde. Das macht sich vor allem bei den Details bemerkbar. Haare, feine Kanten, semitransparente Flüssigkeiten, Bewegungsunschärfe oder leicht problematische Bereiche lassen sich deutlich sauberer erhalten. Das Modell versucht dabei sogar, die ursprünglichen Farben des Vordergrunds wiederherzustellen, die durch das reflektierte grüne Licht vom Hintergrund (Green Spill) beeinflusst wurden.

Für mich ist das ein gutes Beispiel dafür, wie KI bzw. Machine Learning in der Videoproduktion sinnvoll eingesetzt werden kann: nicht als Ersatz für die kreative Arbeit, sondern als Werkzeug, das eine technisch aufwendige Aufgabe schneller und besser lösbar macht.

Ganz abgeschrieben ist das bisherige Werkzeug Keylight bei mir trotzdem nicht. CorridorKey kann mit einer sogenannten "Hint Matte" arbeiten — also einer groben Schwarz-Weiß-Maske, die dem Modell vorgibt, wo sich ungefähr der Vordergrund befindet. Diese Maske muss dabei nicht perfekt sein. Genau hier ist Keylight weiterhin sehr praktisch: Ich kann damit relativ schnell eine saubere grobe Matte erzeugen und diese als Hinweis für CorridorKey verwenden. Das Ergebnis ist eine Kombination aus einem klassischen, kontrollierbaren Keying-Workflow und einem modernen ML-basierten Verfahren.

Die drei Videos mit den Preisträger*innen des Wiener Gesundheitspreises 2026 sind mittlerweile fertiggestellt und können auf dem YouTube-Kanal der WIENER GESUNDHEITSFÖRDERUNG — WiG und auf DREHSTROM.AT angesehen werden.


WEITERE FILME & VIDEOS

Video auf YouTube ansehen

In den vergangenen Monaten sind weitere Videos und Filme mit der Beteiligung und Unterstützung der Drehstrom Filmproduktion entstanden, hier ein paar Beispiele:

THE FUTURE OF MATHEMATICS IN VIENNA

CANCOM SECURITY DAY 2026 - HIGHLIGHTVIDEO

COMPLY365 - CONNCETIONS365 VIENNA 2026 - HIGHLIGHTVIDEO


Viele vor kurzem fertiggestellten Videos und Filme können Sie auch auf DREHSTROM.AT/FILMPRODUKTION-FILME sehen. Frühere Newsletter können Sie im NEWSLETTERARCHIV nachlesen.

Der nächste Newsletter wird kurz vor Weihnachten erscheinen. Einen schönen Herbst! Christian Hörlesberger

DREHSTROM FILMPRODUKTION e.U. 
Lützowgasse 14A/102, 1140 Wien
Telefon: +43-6991-925-32-19
E-Mail:
office@drehstrom.at
Internet: drehstrom.at

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